Foto: © martha laschkolnig
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Auf den Punkt

ein groteskes Clownsolo, Dauer: 55 min, Bühne

Buch/Spiel: Martha Laschkolnig
Regie: Tini Trampler

Video

Eine wunderbare tragischkomische Geschichte einer Clownin, die versucht scheinbar Unmögliches auf den Punkt zu bringen. Da bleibt kein Auge trocken, denn mit unglaublicher Sensibilität, Gespür und Leidenschaft erzählt sie mit einigen vollen Koffern, einem Akkordeon, Töpfen ohne Deckeln und anderen.

Unscheinbare Requisiten, absurde Beziehungsgeschichten. Geschichten, die im Alltag passieren, die da scheinbar niemandem auffallen, aber wenn man sie auf den Punkt bringen will, zu abenteuerlichen, halsbrecherischen, mutigen, magischen, verzweifelden, lachenden Momenten werden!

Kein Stein bleibt auf dem anderen Verständliches wird unverständlich, Unverständliches plötzlich verständlich, ungefährlich Alltagliches gefährlich! Lassen sie sich verführen in die Welt der Martha Labil, zu einem Theaterabend den sie nicht vergessen werden.

Karoline Janicek für Klein&Kunst Onlein, 10.12.2006

Das zentrale Thema von Schicksal und Zufall findet sich nicht nur im Stück von Pepa Plana sondern auch im daran anschließenden Solospiel „Auf den Punkt“ von Martha Laschkolnig. Sie führt uns auf melancholisch-verrückte Weise in die ebenso wie beim ersten Teil des Abends wortlose Geschichte von einer Clownfrau mit einer großen Kiste und vielen kleinen Überraschungen ein.

Bereits beim spektakelartigen Einzug der Clownfrau, in dem sie sich einen Zerrspiegel vors Gesicht hält, wählt sie aus dem Publikum einen vermeintlichen starken Mann, der ihr aufs Stichwort dann im späteren Verlauf zu helfen hat.

Wir erleben die Geschichte einer einsamen, bewußt sich häßlich ausstaffierten Frau, die sich nach dem Retter sehnt, der sie aus all den unangenehmen Situationen des Alltags befreit. Symbolisiert wird dies klug unter anderem durch Reifen, die sie sich um den Körper zwängt, bis sie völlig verschlungen auf ihrer großen wundersamen Kiste steht und nach dem starken Mann mit den Muskeln im Publikum sucht, der sie aus ihrem eigenen Schlamassel befreit.

Das Ende dieser uralten Geschichte nach der Suche des Anderen, der uns aus unserem tollpatschigen Dasein führt, ist wunderbar aufgelöst im Singsang von Laschkolnig mit dem Text „Nur die Liebe macht eine Frau schön.“ Und geht mit falschem Gebiß und leidenschaftlichem Blick ab. So schön kann Theaterspiel mit Verkleidung, Schminke, Mimik und ohne Text sein!